Am 26 Mai 2010
wurde von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) mit Sitz in Paris
(Frankreich) und des Minor Planet Centers der Harvard Universität in Cambridge
(USA) der Name “Falera“ für den Asteroiden mit der laufenden Nummer 233943
vergeben. Mit der Vergabe dieses Namens wird die Arbeit des in Falera
ansässigen Observatoriums „Mirasteilas“, welches sich seit 2008 mit der
Entdeckung und bahnbestimmung bisher unbekannter Kleinplaneten (Asteroiden)
befasst, anerkannt.
Der Asteroid
233943 “Falera“ wurde am 21 November 2009 von dem Faleraner Bürger José de
Queiroz entdeckt. Die Grösse des Objektes beträgt ca. 3 Km im Durchmesser. Der
Asteroid umläuft die Sonne in einer mittleren Entfernung von circa 471
Millionen Kilometer und benötigt dabei für einen kompletten Umlauf 5 Jahre und
6 Monate. Zum Zeitpunkt seiner Entdeckung war der Asteroid runde 315 Millionen
Kilometer von der Erde entfernt. In seiner Helligkeit war er dabei mehr als 16‘000
Mal schwächer als die mit dem blossen Auge sichtbaren Sterne am Himmel. Der
Asteroid wird durch folgende Parameter Identifiziert:
Bahnneigung (i)
=
8.12536°
Exzentrizität (e)
=
0.089360
Argument des Perihels
=
105.15306°
Aufsteigender Knoten
=
246.49216°
Umlauf um die Sonne
=
5.5868 Jahre
Durchmesser (ca.)
=
3 Kilometer
Perihel
=
2.8672411 AE
Aphel
=
3.4297929 AE
Der offizielle Text der Namensgebung ist im “Minor Planet
Center“ (MPC), “Minor Planet Circular archiviert :
Reference:
20100527/MPCPages.arc
Citation for (233943)
Falera
(233943) Falera = 2009 WU24
Falera, a municipality in the district of Surselva in the Swiss canton of
Graubünden, has a rich culture and history.In 1800 B.C., a settlement
was started on the Mutta.This came
during the Bronze Age and was very
significant in the early development of what today is Switzerland.
Falera is the hometown of the discoverer.
Ein Kleinplanet ist ein wenige Kilometer grosser Steinbrocken (auch Asteroid genannt). Kleinplaneten kreisen in erster Linie im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter um die Sonne. Einige haben aber engere Umlaufbahnen und können die Bahn der Erde kreuzen. Dies stellt eine ernstzunehmende Gefahr für die Erde dar, wie zahlreiche Einschlagskrater auf ihr beweisen. Die NASA hat deshalb ein Programm gestartet, um solche Himmelskörper aufzuspüren.
Das Aufspüren eines Kleinplaneten geschieht im Verlauf von mehreren Nächten. Es werden mehrere Aufnahmen vom gleichen Himmelsausschnitt gemacht und miteinander verglichen. Hat sich ein Lichtpunkt verschoben, so kann es kein Stern sein, denn diese ändern ihre Position am Himmel nicht.